Statement zum Verbot sogenannter „Konversionstherapien“

Zum vorgelegten Gesetzentwurf zum Verbot sogenannter „Konversionstherapien“ erklärt der Grüne Europaabgeordnete Rasmus Andresen, Mitglied der LGBTI Intergroup im Europaparlament:

„Wir begrüßen sehr, dass Gesundheitsminister Jens Spahn sich nun für ein rasches Verbot von sogenannten „Konversionstherapien“ einsetzen will. Der Gesetzentwurf ist aber noch verbesserungswürdig.

Die Bemühungen dürfen aber nicht auf der nationalen Ebene aufhören. Bisher ist diese menschenunwürdige Praxis lediglich auf Malta und in einigen Regionen Spaniens verboten.

Das Europaparlament hat sich bereits im vergangenen Jahr klar für ein Verbot von sogenannten „Konversionstherapien“ ausgesprochen und die Mitgliedsstaaten und die Kommission aufgefordert diesbezüglich aktiv zu werden.

Deutschland hat nun die Chance in dieser Hinsicht eine Führungsrolle in der EU zu übernehmen und ein starkes Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz von sämtlichen sexuellen Orientierungen zu setzen.  Wir brauchen ein EU weites Verbot von Konversionstherapien.

Wir fordern auch die neue Kommissarin für Chancen-Gleichheit Helena Dalli dazu auf sich in ihrer neuen Rolle für ein Verbot auf europäischer Ebene einzusetzen. Die Tatsache, dass sie aus Malta stammt, dem einzigen Mitgliedsstaat in dem sogenannte „Konversionstherapie“ bereits verboten sind, und ihr bisheriger Einsatz für die Gleichberechtigung von LGBTI stimmt uns hoffnungsvoll.“

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