PE Atomkraft als Brückentechnologie ist klimapolitischer Rollback

Zum Vorstoß der Nord-CDU, weiterhin auf Atomkraft als Brückentechnologie zu setzen, sagt der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete der Grünen, Rasmus Andresen:

„Der Vorschlag von von Hans-Jörn Arp und anderen, weiterhin auf Atomkraft als Brückentechnologie zu setzen, ist ein klimapolitischer Rollback und keine Antwort auf die klimapolitischen Fragen unserer Zeit. Die Lagerung von Atommüll und Reaktorsicherheit sind weiterhin mit die größten ungelösten Probleme unserer Gesellschaft und wir können uns nicht den Fehler erlauben, hier die Augen zu verschließen.

Statt eines Ausstiegs aus dem Ausstieg brauchen wir deutlich mehr Investitionen in neue Technologien.

Statt auf Atomenergie zu setzen, sollte die CDU mehr dafür tun, dass wir bei Windenergie und Solar nicht den Anschluss verlieren.

Bereits jetzt ist Schleswig-Holstein führend im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Klimaforschung. Hier müssen wir ansetzen und zeigen, dass wir europäische Klimaregion sind und – bei allen Herausforderungen, die ein Umbau unserer Energieversorgung mit sich sich bringt – durch Innovation einen großen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele beitragen können.“

Erst in der letzten Woche hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit eine Resolution zum Green Deal beschlossen, der bewusst nicht auf nukleare Technologien setzt, um die Klimaziele zu erreichen:

„Im Europäischen Parlament haben wir uns gegen Stimmen, die weiterhin auf Atomkraft als Brückentechnologien setzen wollten, durchgesetzt. Unser Ziel ist eine europäische erneuerbare Energieunion und ein Abschied von Kohle und Atom.

Schleswig-Holstein sollte in diesem Prozess eine Vorbildfunktion einnehmen und statt zurück zu blicken, Chancen und Potentiale eines Green Deals in den Vordergrund rücken.“

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