PE Weltkulturerbe: Grenzland als bunte Antwort auf stärker werdenden Nationalismus

Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Bewerbung „Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten im deutsch-dänischen Grenzland“ für das Immaterielle UNESCO-Weltkulturerbe durch den Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) und Sydslesvigsk Forening (SSF) zu unterstützen. Konkret geht es um einen Eintrag in das Register Guter Praxisbeispiele der Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Dazu sagt der Flensburger Landtagsabgeordnete der Grünen, Rasmus Andresen:

In der deutsch-dänischen Grenzregion wissen wir, dass es miteinander besser geht als gegeneinander. Unserer kulturelle Vielfalt begegnen wir hier offen und tolerant. Unser Grenzland ist eine bunte Antwort auf den stärker werdenden Nationalismus. Die Bewerbung von BDN und SSF ist daher genau richtig. Es würde mich sehr freuen, wenn das Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten im dänisch-deutschen Grenzland in dieser Form Anerkennung und international Aufmerksamkeit bekäme.

Das Bewerbungsverfahren ist in nationalen Grenzen organisiert. Die Bewerbung ist daher besonders und bestätigt das gute Miteinander, weil sie auf beiden Seiten der Grenze eingereicht wird. In zwei Jahren werden unsere Minderheiten 100 Jahre alt. Ein guter Zeitpunkt, um die Anerkennung unseres Minderheitenmodells als immaterielles UNESCO Weltkulturerbe zu feiern. Ich drücke beide Daumen.

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